Augenblicke der Kletterhistorie im Elbsandstein


16. Januar 2022

 

Rückseite eines Fotos vom Hauptwiesenstein, 1926
Rückseite eines Fotos vom Hauptwiesenstein, 1926

 

Dunkelgelbe Felsampel

6.VI.26
Hauptwiesenstein 258. Best.
89. Begehung d. Südkante (Perry-Weg)

Hans Müller
Hans Rößler
Paul Kuntze

Bei strömenden Regen (Tag d. Wolkenbrüche) am Sonnabend bis zur Ottomühle. Unsere Sachen kamen zum trocknen auf den Backofen. Der Sonntag bot ein gutes Wetter, deshalb wurde auf Vorschlag von Müller H. der Hauptwiesenstein aufgesucht und bestiegen. Zufriedengestellt für diesen Tag konnten wir sein, da uns der Weg besonders genußreich & interessant war. Am Nachmittag unternahmen wir noch einige Besteigungen im Glasergrund und im vorderen Bielatal.


9. Januar 2022

 

Ansichtskarte vom Hohlen Turm bei Schmilka
Ansichtskarte vom Hohlen Turm bei Schmilka

 

Ist die Quacke noch so klein ...

Diese Ansichtskarte der Graphischen Kunstanstalt Trau & Schwab, Dresden ist postalisch gelaufen und trägt den Stempel vom 19.7.1918.

Im Kletterführer von 1923 wird der Hohle Turm zwar nicht beschrieben, findet aber unter der Rubrik "Hierüber" Erwähnung. Auch in den folgenden Ausgaben bis einschließlich 1961 wird der Gipfel genannt, nun allerdings als Hohler Stein.

Der Standort ist gemeinsam mit dem benachbarten Gipfel "Bruder Straubinger" im Kletterführer von 1961 folgendermaßen beschrieben: Beide linker Hand dicht neben dem "Bergsteig" (Schmilka – Gr. Winterberg) in etwa zwei Drittel Weghöhe, unmittelbar oberhalb der langen Stufenreihe durch die steile Felsgasse.


2. Januar 2022

 

Klubabzeichen vom K.V. Schwedentürmer
Klubabzeichen vom K.V. Schwedentürmer

 

Versteckter Koloss

Über den Kletterklub Schwedentürmer ist wenig bekannt. Im vom Sächsischen Bergsteigerbund herausgegebenen Personen- und Klublexikon wird lediglich das Gründungsjahr 1953 genannt und Roland Wankerl (1936–2012) als Gründungsmitglied aufgeführt. Er ging aber bereits 1956 in den Westen. Vermutlich hatte der Klub kein allzu langes Leben.

Auch der Schwedenturm selbst, obwohl von doch beachtlicher Höhe, ist nicht gerade ein sächsischer Modegipfel. Das mag an seinem etwas düster-feuchtem Standort in den Schwedenlöchern liegen. Zudem lässt sich der von den Brüdern Rudolf und Arymund Fehrmann am 30. April 1905 erstgegangene Alte Weg schlecht absichern. Entsprechend selten wird der Turm von Kletterern aufgesucht. So lag noch bis Mitte der 1990-er Jahre ein Gipfelbuch aus dem Jahr 1934 auf dem Schwedenturm.